Bei der psychoanalytischen, wie auch der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie handelt es sich um anerkannte Verfahren zur Behandlung seelischer Krankheiten. Bei entsprechender Indikation, also Symptomen mit Krankheitswert, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung. Ziel der Behandlung ist es, sich in einem geschützten Rahmen zusammen mit dem/der TherapeutIn in einen Prozess der Auffindung und Auseinandersetzung mit den der Symptomatik zugrunde liegenden Ursachen zu begeben.

Im Rahmen des therapeutischen Prozesses soll es möglich werden, seelische Schwierigkeiten, schmerzhafte Gefühle, traumatische Erinnerungen und damit verbundene unbewusste Phantasien, Wünsche und Dynamiken im Hier und Jetzt der therapeutischen Beziehung wiederzuerleben und gemeinsam auszuhalten, zu bearbeiten und schließlich zu verändern. Hierdurch soll eine psychische Entwicklung ermöglicht werden, die zu mehr innerer Freiheit im Denken, Fühlen und Handeln beiträgt.

Psychotherapie umfasst somit die Entwicklung neuer Lösungen und Handlungsmuster im Umgang mit sich selbst und anderen. Diese verbesserten Konfliktbewältigungen machen belastbarer und leistungsfähiger. Dass eine seelische Krankheit nicht nur seelische Arbeit bedeutet, sondern auch eine Quelle neuer Kraft sein kann, ist eine bedeutsame und stärkende Erfahrung.

Wenn Sie sich mit Ihrem Hilfegesuch an unsere Ambulanz wenden, finden zunächst mehrere Gespräche (sogenannte probatorische Sitzungen) mit einem/einer PsychotherapeutIn (ÄrztIn oder PsychologIn) statt, die dem gegenseitigen Kennenlernen dienen und helfen sollen zu entscheiden, ob eine psychoanalytische oder tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie für Sie die geeignete Therapieoption darstellt. Wenn Sie sich mit Ihrem/Ihrer beratenden PsychotherapeutIn nach den Vorgesprächen entscheiden, eine Psychotherapie zu beginnen, helfen wir Ihnen, einen/eine niedergelassene KollegIn zu finden, bei der dann die Psychotherapie durchgeführt wird.