Die psychoanalytische Ausbildung umfasst (Übersicht im download-Bereich):

  1. die Lehranalyse, die in der Regel die gesamte Ausbildung mit vier Sitzungen pro Woche begleitet. Die Auszubildenden suchen sich ihren/ihre LehranalytikerIn unter den dazu autorisierten PsychoanalytikerInnen der DPV selbst aus. Der/die LehranalytikerIn ist zu keiner Zeit an der Beurteilung des/der Auszubildenden beteiligt (sog. "non-reporting-system"). 
    Die Lehranalyse vermittelt die unverzichtbare persönliche Selbsterfahrung mit der psychoanalytischen Methode und dient als Ort für die Wahrnehmung und Reflexion eigener unbewusster Regungen, Motivationen und Konflikte. Dies fördert die Fähigkeit, entsprechende Prozesse auch bei PatientInnen besser spüren und verstehen zu können. Außerdem stellt die Lehranalyse einen Ort dar, an dem die Auszubildenden bearbeiten können, was die Arbeit mit PatientInnen emotional in ihnen auslöst.
  2. die theoretische Ausbildung, in der die Grundlagen der psychoanalytischen Krankheitslehre, Entwicklungspsychologie, Behandlungstechnik, Sozialpsychologie und Kulturtheorie sowie der gegenwärtige Erkenntnisstand der Psychoanalyse vermittelt werden. Die theoretische Ausbildung findet hauptsächlich in abendlichen Seminaren im Institut statt.
  3. die praktische Ausbildung: Diese besteht in der Durchführung psychoanalytischer Erstuntersuchungen (Anamnesen) und hochfrequenter psychoanalytischer Behandlungen. PsychologInnen müssen nach PsychthG darüber hinaus niederfrequente tiefenpsychologische Behandlungen durchführen. Alle Behandlungen werden durch Supervision begleitet. In technisch-kasuistischen Seminaren findet eine fallbezogene Reflexion behandlungstechnischer Aspekte statt, die durch einen kollegialen Austausch bereichert wird.
    PsychologInnen müssen außerdem eine praktische Tätigkeit nach dem PsychthG leisten. Diese umfasst mindestens 1200 Stunden an einer psychiatrischen Einrichtung, sowie mindestens 600 Stunden an einer Einrichtung der psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung oder bei einem/einer ÄrztIn mit Weiterbildungsermächtigung für Psychotherapie oder einem/einer entsprechenden PsychologIn. Das Institut kooperiert mit verschiedenen Kliniken im Raum Tübingen und Stuttgart.
  4. Zur persönlichen und fachlichen Begleitung während der Ausbildung sowie zur Unterstützung bei Fragen rund um die Ausbildung können sich Auszubildende einen/eine LehranalytikerIn des Instituts als MentorIn auswählen.

Das aktuelle Semesterprogramm finden Sie hier.

Neben den Ausbildungsinhalten im engeren Sinn bietet die Ausbildung beim Institut für Psychoanalyse Stuttgart-Tübingen die Möglichkeit zur Teilnahme an vielen regionalen, nationalen und internationalen Vorträgen, Tagungen und Kongressen.